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liebe dich selbst, und es ist egal, wen du heiratest...

so heißt ein beziehungsratgeber-bestseller von eva-maria zurhorst. einer spontanen eingebung folgend, wanderte das buch beim letzen stadtbummel in meine einkaufstasche. vor längerem hatte ich darüber ein paar positive meinungen gehört und ich dachte, jetzt, wo ich praktisch "live-erfahrungen" mache, könnte ein wenig theoretische untermalung nix schaden.

wie so oft bei beziehungsratgebern, liest man erst mal ziemlich viel quer. man sucht sich einige kapitel raus, die einen speziell interessieren, weil man den eindruck hat, sie passen auf die eigene situation. oder weil sie beim lesen weniger wehtun als die kapitel, die von "fremdgehen", "scheidung", "neuen partnern" oder "toten beziehungen" handeln...

überwindet man sich allerdings, auch diese unliebsamen themenbereiche durchzulesen, stellt man recht schnell fest, dass man da vieles liest, was einem eher hoffnung denn trost, eher einsicht denn "abfinden" bringt.  

geht man von den thesen zurhorsts aus, könnte man sich mehr als die hälfte der trennungen und scheidungen sparen. sie vertritt die meinung, dass eben jede partnerschaft vom glück des einzelnen getragen wird. dass man nicht den anspruch an den partner hegen darf, dass er einen glücklich machen sollte, einen nicht "ergänzen" sollte (sodass man sich vollständig und vollwertig fühlt), dass er all das sein sollte, was man selbst gerne wäre...

man lügt sich gerne selbst in die tasche, wenn es um liebe und partnerschaft geht, glaubt an ab- und zerrbilder, verbirgt vor anderen menschen und sich selbst (UND dem partner), wie die wahrheit aussieht. viele menschen leben lieber in angst, eifersucht, kontrolle, sorge und in einer lieblosen beziehung, als sich der wahrheit zu stellen.

ob es wirklich auch in hoffnungslosesten fällen, wie frau zumhorst behauptet, möglich ist, unter den trümmern einer verlorenengegangenen liebe zurückzufinden auf den pfad, der glück, zufriedenheit und beiderseitige akzeptanz (und damit ist nicht nur die akzeptanz des partners, sondern vor allem die sich selbst gegenüber gemeint) mit sich bringt, wage ich zu bezweifeln. es setzt voraus, dass beide partner gewillt sind, dieses wagnis einzugehen. hoffnung haben. arbeiten wollen. sich der wahrheit stellen, auch wenn das schmerzhaft ist.

trennung, sagt sie, trennung ist das verschieben der probleme. zeitlich, räumlich, sachlich. die ursache für die trennung sei selten der partner, eher der auslöser. die ursachen stecken in uns selbst, meist gut verdeckelt und von uns versteckt. oder in uns eingepflanzt zu zeiten, als wir uns noch nicht "wehren" konnten.

ein interessantes buch. ich könnte es meinem gatten mal auf den nachttisch legen... oder neben die toilette.

aber wahrscheinlich würde er wieder nur tief durchatmen, den kopf schütteln und es zu den anderen ratgebern im flurregal stellen. ohne auch nur einen blick reinzuwerfen...

 

 

bei den folgenden Passagen war ich wirklich überzeugt, die autorin kennt uns persönlich...

 

Aus dem Buch:

Mittlerweile wird fast jede zweite Ehe wieder geschieden. Die häufigsten Scheidungsgründe sind Fremdgehen, Alkohol und Gewalttätigkeit, Veränderungen nach der Geburt des ersten Kindes, Streit ums Geld und Auseinanderleben. Ich habe mit Menschen in meiner Praxis über all diese Gründe wieder und wieder gesprochen. Manchmal waren die Geschichten der Trennung traurig und resigniert, manchmal zynisch und verbittert, manchmal sogar dramatisch. Trotzdem habe ich gerlernt: Was auch immer die Gründe sind, wie schmerzlich und unverzeihlich sie auch sein mögen - Trennung führt selten zur Lösung. (...)

Wir gehen nur selten, weil uns erd andere einfach egal ist. Wir gehen meistens - erst recht, wenn es nicht das erste Mal ist -, weil wir hoffnungslos und resigniert sind. Weil wir nicht mehr wissen, wie wir den Ball übes Netz bringen sollen, wie wir eine Lösung finden sollen für etwas, das uns unerträglich erscheint. Meist haben wir mit unserem Partner einen schmerzlichen und verletzenden Ablauf unzählige Male durchlebt und durchlitten - ohne irgendeine Aussicht auf Veränderung oder Lösung. Dabei ist unsere Beziehung langsam ausgeblutet oder zu einem Schlachtfeld verkommen. Wenn wir uns trennen, haben wir das Gefühl, Abstand sei unser einziger Ausweg, um nicht weiter verletzt oder erdrückt zu werden.

Trennung wirkt wie Rettung. (...)

Wenn wir allerdings genau hinschauen, dann kommt die Trennung in Wahrheit immer dann als Helferin in unser Leben, wenn wir aus eigener Kraft nicht in der Lage waren, bestimmte Qualitäten und Fähigkeiten in uns selbst aufzubauen. Sie kommt dann, wenn wir wenn wir den Glauben in einer gemeinsame Lösung verloren haben. Sie kommt, wenn wir keine Hoffnung mehr verspüren und uns nicht mehr in der Lage fühlen, unsere Partnerschaft zum Leben zu erwecken. (...)

5.12.10 13:44
 



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