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siri und ich haben es ganz entspannt angehen lassen. anstatt sight-seeing oder shopping-touren zu machen, haben wir stundenlang im garten gesessen, im schlafanzug um die frühe nachmittagszeit gefrühstückt und dabei gestrickt. die nachbarn fanden das sicher befremdlich, dass da eine kleine, dicke rothaarige frau zu fortgeschrittener tageszeit mit werwolffrisur, alice-cooper-make-up und ohne stützende unterwäsche völlig relaxed socken anfertigt. nicht so siris gatte - der fand es eher seltsam, dass man dieser tätigkeit auch ohne feste nahrungsaufnahme nachgeht. mein aufzug, oder besser - anzug war für ihn total normal. *kicher*
stünde ich vor der entscheidung, eine neue wahlheimat zu benennen - sie fiele sicher, ganz sicher auf berlin. dieses leben... einfach nur klasse!! ich bin ein großer fan des öffentlichen nahverkehrs dort. angefangen bei wunderschönen alten u-bahnhöfen, über das sammelsurium an verschiedenen menschen, derer man ansichtig werden kann, bis hin zur vielfalt an streckenverbindungen zu allen möglichen zeiten.
und ich habe beim allerbesten inder gegessen, den ich je gekostet habe. und leckeres sushi... mmhmmm...
der krönende abschluss war die letzte nacht, die ich bis in die frühen morgenstunden mit siris gatte verbracht habe. mit ihm und eric kandel. (googelt einfach...)
... erhalte ich auf meinem blog zur zeit wieder täglich. keinen "netten" besuch, mit kaffee und kuchen, der die schuhe auszieht und es sich mit mir auf der couch gemütlich macht...
nein, das sind diese seltsamen besucher, die sich in alte beiträge reinklicken und dann irgendwelchen spam-müll hinterlassen. aus xiandingens oder putijabumens. und jedes mal zerschießen sie mir mein format hier und ich darf dann erst mal minutenlang hier löschen...
... bin ich zu meiner werkstatt gefahren, habe denen mein auto mit angstvollem blick übergeben und gesagt: "die hauptuntersuchung ist fällig!! tut alles!! ich brauche die karre...".
beim verlassen der werkstatt habe ich mein auto noch mal kurz gestreichelt, ihm versichert, dass ich nicht zulasse, dass es ein freudloses dasein auf dem schrottplatz führen muss und ich meine letzten kröten dafür aufwenden würde, um all die mängel, die zweifellos zu finden seien, beseitigen zu lassen.
es wurde regelmäßig relativ teuer, selbst wenn die motortransplantate von ebenjenem schrottplatz stammten und ich mit den werkstattmenschen auf teufel komm raus geflirtet habe.
dann ging ich zu den fahrzeugen über, die nicht mehr so knapp unter dem metallverwertungshimmel schwebten. immer noch suchte ich die werkstatt meines vertrauens auf, bat darum, dass man bitte die kosten im auge behalten solle und verließ mit einem einigermaßen sicheren gefühl das mekka der autoreparatur. teuer wurde es meist dennoch, denn nun verwendete man neue teile... und das flirten mit den jungen mechanikern wird deutlich erschwert, wenn man die werkstatt mit drei blagen am rockzipfel betritt.
heute habe ich gelernt. ich fahre gar nicht mehr in die werkstatt, außer, an dem fahrzeug muss tatsächlich dringendst etwas repariert werden. ich fahre direkt zum tüv. so wie auch gestern. man zahlt im empfangsbüro, unterhält sich kurz mit der dame dort, diese bittet einen, sich einen kaffee einzuschenken und das auto einfach auf bahn 1 oder 2 abzustellen. was ich denn tat. den schlüssel übergab ich einem blendend gelaunten, sehr zuvorkommenden prüfer. dann machte ich mich über den kaffee her, tauchte kurz in mein e-book ein und erhielt 20 min. später meinen tüv-bericht und den schlüssel. das auto war direkt vor der tür geparkt. der prüfer lächelte und wünschte mir eine gute fahrt.
ich hätte früher lernen müssen. mein leben wäre stressfreier gewesen, sowohl in finanzieller, als auch in emotionaler hinsicht.
*soifz*
ach, übrigens, ich brauche nur ein paar neue vorderreifen und der auspuff sollte befestigt werden. mit dem reifenkauf rechne ich schon seit vorletztem jahr und dieses klappern am auspuff ist auch nichts neues. ich wurde also überhaupt nicht überrascht oder überfordert. und eine funkelnagelneue plakette hab ich auch...
geht es im herbst. diesmal nicht wieder nach sousse, obwohl töchting gerne wieder ins gleiche hotel wie im letzten jahr gefahren wäre. aber die haben für unsere reisewunschzeit leider keine zimmer mehr frei. diesmal kommen wir in yasmine-hammamet unter. das hat den vorteil, dass es näher am flughafen liegt und sich die transferzeit dadurch etwas verkürzt. wer mich kennt und schon mal unter meiner "klo-psychose" leiden musste (wenn ich nicht "darf", dann muss ich...), der weiß, dass dies für mich ein wichtiges entscheidungskriterium ist.
geflogen wird wieder ab stuttgart, freiwillige "zubringer" vor!!
nach der buchung in meinem bevorzugten reisebüro erstand ich ein paar leinen-sneakers in knallgelb mit bunten augen drauf. meine tochter kündigte mir fast die verwandtschaft und hat sich bis heute noch nicht eingekriegt, dass ihre mutter eine zwanghafte vorliebe für "grauenhafte klamotten" hat. sie mutmaßte, dass ihr exquisiter geschmack unmöglich aus meinem genpool gefischt worden sei. (könnte sein... ihr vater mag und mochte es schon immer eher unauffällig und dezent, weshalb er wohl irgendwann auch die unfähigkeit verspürte, mit einer lauten, bunten und ein wenig bekloppten frau wie mir den rest seines lebens verbringen zu wollen...)
danach beabsichtigte ich eigentlich nur noch mal einen kurzen blick auf meine kontoauszüge zu werfen, um festzustellen, ob ich die anzahlung für tunesien direkt überweisen kann, oder ob ich an meine eiserne reserve muss. da ich keine lesebrille aufhatte, es unglaublich laut war im rathaus-center und ich etwas verwirrt war aufgrund einer ausgewiesenen überweisungsgutschrift, vergaß ich blöderweise, meine ec-karte aus dem auszugsdrucker zu nehmen. dieser fiepte zu leise, um meine aufmerksamkeit zu erregen... ergebnis: die karte wurde eingezogen. chrrrmmpff...
das bedeutete, dass ich heute nochmals gen innenstadt düste, die karte wieder in empfang nahm, und auf dem rückweg einen kurzen abstecher in der stadtteilbibliothek machte, um meine reservierten bücher abzuholen. dort musste ich dann auch wieder "beichten"... nämlich, dass mein bibliotheksausweis leider, leider auch beschlossen hatte, zu verschwinden.
ich hab's nicht so mit plastekarten, stelle ich fest. sie neigen wohl ebenfalls dazu, mich verlassen zu wollen.
so, und jetzt werde ich mich seelisch und moralisch darauf vorbereiten, heute abend meine liebe freundin micha zu treffen und einen neuen italiener auszuprobieren.
juppieh... im mai fahre ich ein paar tage nach berlin. ich hab jetzt die fahrkarten bestellt und fang schon mal an, mich zu freuen. siri und ich werden bestimmt eine menge spaß haben. sie will mich in ihr bevorzugtes strickcafé schleppen, mich mit den kulinarischen verführungen berlins beglücken und wir werden ganz sicher wieder nächtelang quatschen, lachen und rumalbern.
und dann schnorcheln wir uns gegenseitig in den schlaf. darauf freu ich mich auch... ja, sogar darauf.
dürfte nicht entgangen sein, dass ich zwar nur drei bücher gekauft habe bei weltbild, aber vier beschrieben habe. das liegt daran, dass ich eines als "zugabe" bei einer amazon-bestellung meines sohnes habe mitschicken lassen.
seit gestern bin ich beschäftigt mit einem thriller. liest sich wunderbar "thrillig".
chevy stevens: never knowing - endlose angst
dass ich mir das buch gestern mit in die badewanne genommen habe, führte dazu, dass ich ca. 10x heißes wasser habe nachlaufen lassen und fast eine ganze flasche urea-bodylotion auf mir verteilen musste nach dem wannenbad. seltsam, noch vor etwa 15 jahren brauchte ich nicht so nachzucremen nach einer badeorgie...
allerdings habe ich auch schon lange nicht mehr in der wanne gelesen. das liegt daran, dass ich glaubte, dass meine jetzige badewanne genau so klein ist wie die wanne in unserem ex-haus. allerdings könnte es auch daran liegen, dass ich seit dem auszug aus unserem ex-haus ein paar kilos abgespeckt habe und jetzt besser in die badewanne passe... *grübel*
na, egal. auf jeden fall ist der roman sehr fesselnd. es geht um sara, die als säugling adoptiert wurde und bei der suche nach ihren leiblichen eltern auf die traurige tatsache stößt, dass ihre existenz die folge einer vergewaltigung durch einen serienkiller ist, dem ihre leibliche mutter entkommen konnte.
irgendwo ist ein leck in der geheimhaltungskette, denn diese information gerät ins internet, worauf sie auch den serienkiller selbst erreicht. dieser kontaktiert sara...
in zeiten von datensicherheitsdiskussionen und unbekümmertem umgang mit persönlichen informationen ein beklemmendes thema. man ist beim lesen ständig damit beschäftigt zu überlegen, was man denn selbst tun würde in saras situation. wer könnte schon alles hinter sich lassen, ohne seine familie, sein umfeld und seine existenz zu gefährden...??
ich werde berichten. schließlich hab ich erst rund ein viertel des buches verschlungen.
für kommende woche habe ich mir noch mehr lesestoff in der stadtteilbibliothek bestellt. da muss ich dann fertig sein mit "never knowing"...
p.s. bestellt habe ich mir noch einen band aus der stephanie-plum-reihe: "der winterwundermann". mal sehen... soll auch nicht sooo gut sein, weshalb ich darauf verzichtet habe, es mir zu kaufen. und die beiden letzten bände aus der septimus-heap-reihe von angie sage: "syren" und "darke". da freu ich mich wieder drauf...
eine wahre leseorgie habe ich in den letzten tagen gefeiert. meine vorliebe für den "trash" von janet evanovich konnte ich völlig ausleben, nachdem ich bei meinem letzten weltbild-besuch gleich drei bücher aus der reihe über die chaotische kopfgeldjägerin "stephanie plum" gekauft habe.
die da waren:
"liebeswunder und männerzauber"
stephanie übernimmt den fall der verschwundenen partnervermittlerin annie hart, deren schwierigste aufgaben (bis zum valentinstag müssen mehrere klienten die liebe für's leben gefunden haben) sie in ihrer ganz besonderen art und weise übernimmt. dabei hilft ihr ein alter freund, diesel, der natürlich, wie auch ihre beiden on-/off-"beziehungen" ranger und morelli, total attraktiv und begehrenswert ist.
"glücksklee und koboldküsse"
grandma mazur verschwindet mit dem geld eines mafiabosses in atlantic city und wird dabei von einem kobold verfolgt. stephanie und diesel retten das leben eines rennpferdes, erleichtern den bösewicht um seine kohle und hinterlassen, wie immer, eine reihe ausgebrannter autos und tobender gangster.
diese beiden bücher sind etwas "schnell hingefuddelt", finde ich. sie sind witzig, wie immer, aber es fehlt irgendwas. für mich sieht's so aus, als ob es manuskripte waren, die janet evanovich noch in ihrer schublade hatte und mal schnell in ein buch verwandelt hat, nach kurzem einfügen des hinreißenden diesels. sie sind auch eher dünn und in großschrift gedruckt... was den eindruck verstärkt. aber das, was normalerweise einen stephanie-plum-roman ausmacht, nämlich ihre eigentliche "arbeit" als kautionsdetektivin, kommen hier kaum zum tragen. auch meine lieblingsfiguren, ranger und morelli, spielen eine untergeordnete rolle.
fazit: man muss sie nicht lesen. aber man kann. so als strandlektüre oder beim arzt... nicht verkehrt.
"kuss mit lustig"
stephanie plum muss einen teenager hüten, dessen mutter entführt wurde. er verbündet sich mit grandma mazur und "mooner" zu einer online-spielegemeinschaft, sprüht graffitis, und stephanie erlebt einige abenteuer mit ihm und wegen ihm. nebenbei versucht sie, eine nymphomane und dem alkohol verfallene popdiva zu zähmen in zusammenarbeit mit ranger, was auch immer wieder zu chaotischen zwischenfällen führt.
"kuss mit soße"
lula und grandma mazur beschließen, den platz eines fernsehkoches einzunehmen, der bei einem wettbewerb um die beste barbecuesauce teilnehmen sollte. leider wird er von zwei dilettantischen gangstern zuerst geköpft und die einzige zeugin, lula, wird von ihnen immer wieder verfolgt und aufgestöbert. ein feuerwerk an explodierenden dampfdrucktöpfen, brandsätzen und fahrzeugen. so wie immer: lustig, durchgeknallt und unterhaltsam.
fazit: diese beiden romane schließen wieder an die alte form von evanovich an. bei beiden musste ich immer wieder weglegen, augen wischen, bauch halten und dann weiterlesen. meine beiden lieblinge tauchen immer wieder auf... ich war zufrieden.
wer keinen spaß hat an seichtem lesevergnügen, sollte evanovich gar nicht erst anfangen zu lesen. aber ich find's immer wieder total witzig.